Samstag, 2. August 2014

Von außergewöhnlichen Menschen und dem Wunsch, nicht zu sehr zu stinken.

Als ich zum ersten Mal in die Brustsprechstunde der Uniklinik kam, hatte ich das Glück, zufällig bei einer jungen Fachärztin zu landen, die meine Wünsche (Kind behalten) und Bedürfnisse (nach umfassender Information) versteht und akzeptiert. Seither hat sie sich meiner angenommen, mich mit außergewöhnlichem Engagement begleitet und unterstützt, mich immer bestens beraten, vieles möglich gemacht und mich an die richtigen Leute verwiesen. Ein kleines Beispiel (eines von vielen) für ihren Einsatz? Sie ist am Tag meiner Brust-OP - ihrem freien Tag - extra in die Klinik gekommen, um auf mich und Baby während der OP aufzupassen und zu assistieren.
Sie wartete im OP auf mich und es war gut, dort als erstes diese vertrauten Augen zu sehen und mit ihr sprechen zu können, in diesem Moment voller Angst (werde ich das Baby noch haben, wenn ich aufwache? Wird es ihm gutgehen? Wie viel, wie schlimm wird geschnitten werden müssen? usw.). 


Wenn andere Menschen (und von dieser Sorte gibt es in der Klinik noch mehr) sich so sehr engagieren, damit ich wieder gesund werde, dann fällt es viel leichter, seinen eigenen kleinen Teil dazu beizutragen - der ja im wesentlichen darin besteht, nicht wegzurennen, hinzuhalten und diese wunderbaren Menschen und fähigen Fachkräfte ihren Job machen zu lassen. Und dabei zu versuchen, nicht zu sehr zu stinken (wie habe ich die heutige Dusche genossen, die erste seit 5 Tagen!).

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